Erklärvideo Briefing: Vorlage mit 10 Fragen, die jede Agentur braucht
Die meisten Korrekturschleifen entstehen nicht bei der Animation, sondern weil am Anfang eine Frage nicht geklärt war. Ein gutes Briefing ist kurz und beantwortet zehn Fragen. Hier ist die Vorlage, mit Erklärung und Beispielantworten.

Kurz gesagt
Ein Briefing für ein Erklärvideo muss nicht lang sein, aber zehn Fragen beantworten: Wer schaut das Video, welches Problem hat diese Person, was soll sie danach tun, und wo läuft das Video. Dazu kommen Produkt in einem Satz, die drei wichtigsten Nutzen, Einwände, Pflichtangaben, Stil und Termin. Mit diesen Antworten schreibt die Agentur ein Skript, das beim ersten Entwurf passt, statt nach drei Korrekturschleifen.
Warum ein Briefing so viel Zeit spart
Die Vorlage: 10 Fragen mit Beispielantworten
| Frage | Worum es geht | Beispielantwort |
|---|---|---|
| 1. Wer schaut das Video? | Rolle, Branche, Vorwissen. Nicht "alle", sondern die eine Person, die überzeugt werden muss. | Einkaufsleiter in mittelständischen Maschinenbaufirmen, kennt unser Produkt nicht. |
| 2. Welches Problem hat diese Person? | Die Situation vor deinem Produkt, in ihren Worten. | Ersatzteile werden per Mail und Excel bestellt, jede dritte Bestellung hat einen Fehler. |
| 3. Was ist dein Produkt in einem Satz? | Was es ist und was es tut, ohne Fachwörter. | Ein Portal, in dem Kunden Ersatzteile direkt an der Maschine bestellen. |
| 4. Welche drei Nutzen zählen? | Nicht alle Funktionen, sondern die drei Gründe zu kaufen. | Weniger Fehler, schnellere Lieferung, weniger Telefonate. |
| 5. Welche Einwände hört dein Vertrieb? | Was Kunden vor dem Kauf zögern lässt. | "Unsere Kunden bestellen lieber telefonisch." |
| 6. Was soll der Zuschauer danach tun? | Eine Handlung, nicht drei. | Eine Demo buchen. |
| 7. Wo läuft das Video? | Website, Vertrieb, Messe, Social Media. Davon hängen Länge und Format ab. | Startseite, Vertriebsmails, Messe-Screen. |
| 8. Was muss rein, was darf nicht rein? | Pflichtangaben, Markenregeln, Aussagen, die rechtlich geprüft werden müssen. | Logo am Ende, keine Preise, Produktname immer mit Registerzeichen. |
| 9. Welcher Stil gefällt dir? | Zwei, drei Beispiele, die dir gefallen, und eins, das dir nicht gefällt. | Ruhig, sachlich, eher 2D mit Oberflächen als Comic. |
| 10. Bis wann wird es gebraucht? | Fester Termin wie Messe oder Launch, und wer freigibt. | Live zur Hannover Messe, Freigabe durch Marketingleitung. |
Kopier dir die Fragen in ein Dokument und beantworte jede mit ein bis zwei Sätzen. Mehr braucht es nicht.
Die häufigsten Fehler im Briefing
- Zu viele Botschaften: Wer alle Funktionen zeigen will, zeigt am Ende keine richtig.
- Zielgruppe "alle": Ein Video für alle erreicht niemanden genau.
- Fachsprache aus dem eigenen Haus, die der Kunde nicht kennt.
- Kein Ziel: Das Video endet, und der Zuschauer weiß nicht, was er tun soll.
- Freigabe ungeklärt: Am Ende will die Geschäftsführung alles anders.
Was nach dem Briefing passiert
- Skript. Aus dem Briefing entsteht das Skript. Wie das aufgebaut ist, steht in Erklärvideo-Skript schreiben.
- Storyboard. Jede Szene als Skizze, bevor gezeichnet wird. Mehr in Storyboard für Erklärvideos.
- Sprecher und Animation. Die Stimme wird aufgenommen, dann wird animiert.
- Feinschliff. Korrekturen, Musik, Export in alle Formate.
Bei Explikate schreiben wir das Skript selbst auf Basis deines Briefings. Du gibst Skript, Storyboard und Animation frei, Korrekturen sind unbegrenzt inklusive.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Briefing sein?
Eine Seite reicht. Wichtiger als die Länge ist, dass die zehn Fragen aus der Vorlage beantwortet sind, vor allem Zielgruppe, Problem und Ziel des Videos.
Muss ich das Skript selbst schreiben?
Nein. Bei Explikate schreiben wir das Skript auf Basis des Briefings. Du gibst es frei, bevor gezeichnet wird.
Was ist der häufigste Fehler im Briefing?
Zu viele Botschaften. Wer alle Funktionen zeigen will, zeigt am Ende keine richtig. Ein Video, ein Ziel, drei Nutzen.
Reichen zwei Zeilen für ein Angebot?
Für ein Festpreis-Angebot ja. Für das Skript brauchen wir dann die Antworten aus der Vorlage, die wir nach dem Start gemeinsam durchgehen.
Briefing fertig? Dann los.
Zwei Zeilen reichen für ein Festpreis-Angebot in 24 Stunden. Die Fragen aus der Vorlage gehen wir nach dem Start gemeinsam durch, ganz ohne Verkaufsgespräch.
